Wo ist der Wurm?

Jetzt sind Birnen, Äpfel und Zwetschgen reif – die Obsternte steht an. Auch viele Larven wissen das zu schätzen und fressen sich satt. Aber wie kommen sie in den Apfel?

Wie kommen die Löcher in den Apfel? Haben Sie Sich das auch schon gefragt? Jetzt kommt bald Herbst, und die Äpfel, Birnen und Zwetschgen sind reif. Doch ausgerechnet in den süßesten Äpfeln, die meistens schon auf dem Boden liegen, haben sich schon kleine Tierchen durch das saftige Fruchtfleisch gefressen. Der Wurm im Apfel ist eigentlich gar kein Wurm, sondern die Raupe eines Schmetterlings, des Apfelwicklers.

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Zwischen Mai und Juli legen diese Schmetterlinge ihre Eier in die kleinen Äpfel. Wenn die Larve schlüpft, bohrt sie sich nach innen in den Apfel hinein. Denn die Kerne sind ihre Lieblingsnahrung. Kurz bevor sie sich verpuppt, kriecht die Raupe aus dem Apfel hinaus. Diese seilt sich an einem Faden ab, spinnt sich ein und ruht sich erst mal aus. Nach einiger Zeit schlüpft aus dieser Puppe ein völlig unscheinbarer graubrauner Falter, der sich sofort den nächsten reifen Apfel sucht. Auch andere Obstsorten sind bei Insekten beliebt: Der Pflaumenwickler liebt Pflaumen, andere Falter haben sich Quitten, Aprikosen oder Birnen zur Lieblingsmahlzeit erkoren.

Wenn Sie also eine reife Pflaume in zwei Teile teilen oder in einen Apfel beißen, können ihnen schon mal ein etwas eklig anmutendes Tierchen entgegen blicken. Vielleicht haben Sie das Tier manchmal auch schon verspeist? Das macht nichts, auch wenn Sie schon bei der Vorstellung würgen müssen. Die Larven schaden nicht. Sie werden nicht krank. Ganz im Gegenteil: eigentlich bestehen sie aus viel Eiweiß.

 

Quelle: StZ

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