30.000 Euro Parkstrafe für junge Mutter aus Wien!

Verzweifelt: Angie F. vor der MA 6 (Foto: Sabine Hertel)

Verzweifelt: Angie F. vor der MA 6 (Foto: Sabine Hertel)

Wegen Parkstrafen saß die alleinerziehende Mutter Angie F. (30) gerade sechs Wochen im Gefängnis. Jetzt soll sie bis zum Ruin weiter dafür büßen, dass sie ihr Auto ohne Parkpickerl abgestellt hat.

Eine Strafe sollte nie höher sein als die Schuld. Frisörin Angie F. hat kein Verbrechen verübt – sie ist nur Rekord-Parksünderin. Doch die Buße dafür bedroht jetzt ihre Existenz – und auch die ihres Sohnes (4).

Wie berichtet, brach die Wienerin die Fahrschule 2013 wegen Geldsorgen ab. Da aber hatte sie schon ein 16 Jahre altes Auto gekauft. Das stand seither – ohne Parkpickerl – in Ottakring. Angie F. bekam laufend immer höhere Strafen. Aber im Alltag bereits an der Belastungsgrenze, verdrängte sie das Problem – und hatte Pech: Verkehrsbehindernd wäre ihr Wagen abgeschleppt worden. So aber stand er nur herum und wurde zu einem Geldgrab.

Wegen der Strafen musste Angie sechs Wochen in Arrest – und reduzierte ihre Schulden bei der MA 6 damit um 4.200 Euro. Wieder frei, sprach sie Mittwoch dort wegen einer Ratenvereinbarung vor – und erfuhr: Die Behörde fordert noch 25.000 Euro – nicht verhandelbar. Macht insgesamt fast 30.000 Euro Strafe für Parken ohne Pickerl! Die verzweifelte Mutter weiß: „So viel Geld bringe ich niemals auf.“ Also muss sie wohl wieder in Haft. So um Weihnachten herum – wenn Kapitalverbrecher begnadigt werden.

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