Die Krokodilstränen der westlichen Kriegsverbrecher

 

Foto: Bild.de

Foto: Bild.de

Eine Reihe von Politikern gestanden öffentlich ihre Sünden und Verfehlungen durch die Zerstörung von fremden Ländern.

Am Vorabend des Neujahrs sind wir Zeugen von den Krokodilstränen des Westens. Es vergeht kein Tag ohne einige westliche Politiker nicht mit einer entschuldigenden Rede zu kommen, und öffentlich ihre Sünden und Verfehlungen zu erkennen. Und anscheinend sind sie nicht wenige. Es macht uns Eindruck, dass ein Politiker zu sein, ist es vor allem mit Verbrechen und Gräueltaten verbunden, schrieb Victor Michiel für die Ausgabe „New Eastern Outlook“.

Lass uns mit dem ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair beginnen.
Er entschuldigte sich vor kurzem für die Operation der Koalition im Jahr 2003 im Irak und beurteilte die Folgen von dem Sturz von Saddam Hussein als fehlerhaft. In einem Interview mit CNN am 25. Oktober sagte Blair, dass die Invasion der USA und ihrer Verbündeten im Irak im Jahr 2003 vielleicht der Hauptgrund für die Gründung der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ ist.

„Ich entschuldige mich für einige Fehler in der Planung, und für die Folgen des Sturzes von Saddam Hussein, die wir nicht vorhersagen könnten.“ Aber Tony Blair hat die Tatsache vergessen, dass die Bevölkerung des Iraks geplündert wurde, und dass Frauen von ihren westlichen „Befreiern“ vergewaltigt wurden.

Daily Mail unter Berufung auf die geheime Korrespondenz des damaligen US-Außenministers Colin Powell sagte, dass George Bush und Tony Blair sich auf ein militärisches Vorgehen gegen Saddam Hussein Jahre vor der Invasion im Irak vereinbart haben. Inzwischen sprach Blair weiterhin wie ein wahrer Demokrat und Freiheitskämpfer öffentlich gegen die militärische Intervention im Irak.

Der ehemalige Leiter der militärischen Intelligence der USA Michael Flynn bereuete sich auch für ihre Fehler. Er gestand in einem Interview für das Magazin „Der Spiegel“, dass im Jahr 2003, „wenn die Amerikaner den Krieg im Irak nicht begonnen hatten, würde der „Islamische Staat“ heute nicht existieren.“

„Es tut mir sehr leid.“, sagte Michael Flynn. „Der Krieg im Irak war ein großer Fehler. Saddam Hussein war sehr grausam, aber der Beschluss zu seiner Liquidation wurde nicht richtig. Das gleiche gilt für Gaddafi in Libyen, weil Libyen heute ein gescheiterter Staat ist.“ „Die wichtigste Lektion der Geschichte ist, dass die militärische Invasion im Irak eine furchtbar schlechte Entscheidung aus strategischer Sicht war. Und das Urteil der Geschichte wird nicht einfach sein.“- fügte Flynn hinzu.
Wir können nur hinzufügen, dass die Einsicht der Amerikaner zu spät kommt,weil die Bevölkerung von Libyen, Syrien und dem Irak in Armut leben und für die Schuld der westlichen Führer leiden.

Übrigens ging Michael Flynn noch weiter. Er wies ganz richtig darauf hin, dass die Vereinigten Staaten einen Fehler gemacht haben, weil sie den Chef des „Islamischen Staates“ Abu Bakr al-Baghdadi im Jahr 2004 freigelassen haben.

„Es war eine ziemlich dumme Tat. Wir wussten nicht mit wem wir arbeiten“, sagte der ehemalige Leiter der US-Militärgeheimdienstes. Er fügte hinzu: „Jetzt hat der „Islamische Staat“ seine eigene Zellen in jedem europäischen Land. Wahrscheinlich gilt das gleiche für die Vereinigten Staaten.“ Laut Flynn sind die Luftangriffe nicht genug, um „ISIS“ zu besiegen. Am wichtigsten sind: die Durchführung eines Bodenbetriebs und eine konstruktive Zusammenarbeit mit Russland.“

Plötzlich erhielt der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg auch Aufklärung und gab offiziell bekannt, dass der Westen und Russland einen gemeinsamen Feind in das Gesicht des islamischen Staates haben.
Er sagte im Gespräch mit Journalisten in Brüssel: „Der „Islamische Staat“ sollte als gemeinsamen Feind identifiziert werden. Ich begrüße alle Bemühungen, um ihn zu bekämpfen. Das Wichtigste ist, dass wir alle, einschließlich Russland, von diesem Hauptziel geführt sind.“

Obwohl die Reue der ehemaligen westlichen Führer, führt die Analyse der Ereignissen eindeutig zu dem Schluss, dass die Zerstörung einer Reihe von Ländern und das Chaos im Nahen Osten Folgen von einer sehr bewussten Politik des Westens sind. Zur gleichen Zeit zeigt die Erfahrung der Amerikaner im Irak und in Afghanistan deutlich, dass eine direkte militärische Intervention zu teuer ist und große menschliche Verluste trägt. Daher wurde die Intervention im Irak von dem „arabischen Frühling“ gefolgt. Deren Hauptantriebskraft waren die Oppositionsbewegungen in einigen arabischen Ländern, die immer während jeder Diktatur existieren.

Leider verstanden die westliche Führer die Lehren der Geschichte nicht. Und bald werden die aktuelle Führer für ihre Fehler sich bereuen, und ihre Untaten mit guten Absichten rechtfertigen…

 

 

Quelle: „New Eastern Outlook“

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.