Die Politik als eine Frage des “Glaubens” – wenn der NATO- und Kriegs­partner Türkei mit Terroristen des IS kollaboriert

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Die einen, die Russen nämlich, veranstalten auf Forderung der türkischen Regierung nach Beweisen für den Vorwurf der Unterstützung des IS durch türkische Ölkäufe eine Pressekonferenz und legen dort ihre Karten in Form von Satellitenbildern auf den Tisch, die Kolonnen von LKW zeigen, die ungehindert im türkisch-syrischen Grenzverkehr Öl aus Quellen des IS in die Türkei schaffen. Eine für den Westen äußerst unangenehme PK, die einen weiteren Beleg für eine vorsätzliche Unterstützung des IS, mit dem Ziel Syrien zu zerstückeln, darstellt – weshalb sie in den Hauptnachrichten der Staatssender ARD und ZDF am Mittwoch kurzerhand totgeschwiegen oder die dort vorgelegten Beweise in anderen Berichten und Kommentaren schlichtweg infrage gestellt wurden.

Und was macht die deutsche Regierung?

Die anderen, die deutsche Regierung nämlich, behauptet aus kriegspropagandistischen Motiven, die syrische Regierung würde ihrerseits den IS unterstützen, indem sie ebenfalls von der Terrormiliz Öl kaufen würde. Das ist schon aus Plausibilitätsgründen eine – gelinde gesagt – “gewagte” These, denn es ist bekanntlich der syrische Staat, den der IS besetzt, bekämpft und zerstört, was zumindest die Behauptung einer vorsätzlichen Unterstützung als geradezu schwachsinnige These erscheinen lässt.

Denkbar ist hingegen, dass die unter wirtschaftlichem Druck stehende syrische Regierung aus reiner Not – unter anderem wegen westlicher Sanktionen – gezwungen ist, sogar Öl aufzukaufen, das über dubiose Zwischenhändler aus Gebieten des IS kommt. Ihr aber eine Absicht zu unterstellen, den IS mit derartigen Käufen vorsätzlich stärken zu wollen, ist aus offenkundigen Gründen irrwitzger Blödsinn. Ganz anders stellt es sich im Falle der Türkei dar, deren Kooperation mit dem IS ganz und gar in der seit 2011 betriebenen Politik aufgeht, den syrischen Staat zu zerstören. Die Türkei und der Westen haben also handfeste Interessen den IS zu unterstützen, solange dieser Richtung Damaskus vorstößt, weil sie mit seiner Hilfe ihr geopolitisches Ziel, Syrien unter die eigene Kontrolle zu bekommen oder zu zerschlagen, vorantreiben können.

Die Russen legen also Beweise auf den Tisch, die in der westlichen Propaganda entweder verschwiegen oder infrage gestellt werden. Die deutsche Regierung hingegen kann keine Beweise für ihre Kriegspropaganda vorlegen und verlangt von den Journalisten in der BPK ihr doch einfach zu glauben – oder auch nicht. Politik als eine Frage des Glaubens – und das nicht etwa in Fragen von “Frauen und Gedöns”, sondern in einer Frage von Krieg und Frieden, Leben und Tod.

Ein Stück aus dem Tollhaus:

 

 

Quelle: Dok

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