USA provozieren Russland mit NATO-Beitritt Montenegros

NATO

Die Außenminister der NATO-Mitgliedstaaten haben Montenegro eine „Einladung“ zum Beitritt ausgesprochen. „Wir gratulieren Montenegro. Das ist der Beginn einer wunderbaren Allianz“, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Hauptquartier des Nordatlantikpakts in Brüssel. Im September sprach sich das Parlament des kleinen Balkanstaates mit 50 von 79 Stimmen für den NATO-Beitritt aus, während die Opposition vergeblich eine Volksabstimmung darüber verlangte.

Zufrieden zeigen sich auch die USA. In einer Erklärung des Weißen Hauses heißt es, „die Mitgliedschaft in der NATO wird Montenegro fest in euro-atlantischen Institutionen verankern, größere regionale Stabilität am Balkan fördern und unterstreicht die Glaubwürdigkeit der Politik der ‚offenen Tür‘ der NATO“. Der Beitritt wurde Montenegro 2009 im Rahmen eines sogenannten Mitgliedschafts-Aktionsplans in Aussicht gestellt, die Beitrittsverhandlungen selbst begannen 2010.

Die NATO-Mitgliedschaft der früheren jugoslawischen Teilrepublik stellt eine weitere Provokation Russlands seitens der USA dar. Denn „Verankerung in euro-atlantischen Institutionen“ bedeutet nichts anderes als die Eingliederung in die Hegemonialsphäre der USA. Und mit dem Hinweis auf die „Glaubwürdigkeit der Politik der ‚offenen Tür‘“ wird Moskau ausgerichtet, dass sie Russland aus Europa verdrängen und durch weitere neue Mitglieder an die russischen Grenzen heranrücken will. So gelten als potentielle NATO-Mitglieder die Ukraine, Moldawien und Georgien, die allesamt ehemalige Sowjetrepubliken sind.

 

 

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