Wie die CIA-gesteuerten Medien Agitation und Propaganda mit den “Panama Papers” betreiben

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Das selbsternannte “Internationale Konsortium Investigativer Journalisten” ist ein Zusammenschluss von CIA-Propagandisten und offenbart seine Zielkoordinaten schon auf der ersten Seite: “Tied to Putin”

In seinem Buch “Gekaufte Journalisten” beschreibt der langjährige FAZ-Journalist Udo Ulfkotte aus eigener Erfahrung und Mitwirkung, wie die US-amerikanische CIA und auch deutsche Geheimdienste die Medien in Deutschland kontrollieren und ausgewählten Leitjournalisten Texte in die Tatstatur diktieren, die die öffentliche Wahrnehmung im Sinne der USA manipulieren und steuern sollen.

Der ehemalige CIA-Agent Robert Baer schildert im Interview, wie er bei der CIA damals half, Jugoslawien systematisch zu zerstückeln, öffentlich die Serben für den Zerfall des Vielvölkerstaates verantwortlich zu machen und dazu reihenweise Journalisten und hochrangige Politiker – bis zum Staatspräsidenten – mit Millionen Dollar gekauft wurden.

James F. Tracy, außerordentlicher Pro­fes­sor für Medienwissenschaften an der Atlanic Universität in Florida, schildert in seinem Artikel “Die CIA und die Medien: 50 Tatsachen, die in der Welt bekannt werden müssen”, wie der US-Geheimdienst die Welt mit Propaganda flutet.

Man kann es also wissen, dass deutsche Mainstreammedien – die wichtigsten Medien eines nach wie vor besetzten und von den USA kontrollierten Landes – alles sind, aber nicht unabhängig, objektiv oder der wahrhaftigen Information der Bevölkerung verpflichtet. Rational betrachtet muss man sogar davon ausgehen, dass in keinem anderen Land der Welt so viele “Journalisten” von US-Geheimdiensten und Organisationen wie der “Atlantikbrücke” kontrolliert und gesteuert werden. Denn Deutschland ist das wichtigste und mächtigste Land in Westeuropa und wenn die CIA für ein weitestgehend unbedeutendes Jugoslawien Millionen ausgibt, um das Land nach eigenem Gutdünken zu zerschlagen, dann kann man sich hochrechnen, mit welchem finanziellen und geheimdienstlichen Auftrag in Deutschland “Journalisten” und Politiker gekauft und an der ideologischen Leine geführt werden.

Dass es sich bei der Zielgruppe der CIA nicht um drittklassige Provinzschreiberlinge handelt, die über Schützenfeste und Abiturfeierlichkeiten berichten, sondern dass es die Leitjournaille ist, die uns tagtäglich in den Staatsmedien ARD, DLF und ZDF oder den großen Mainstreammedien begegnet, liegt auf der Hand. Wer wissen möchte, wer von dieser Journaille wohl auf der Gehalts- und Kontaktliste der CIA steht, muss also nur auf die Themen schauen und darauf, welche Meinungen und welches Wording den Bürgern vorgesetzt werden.

Geht es um Plastiktüten im Supermarkt und heißt der “Journalist” Kevin Tofu-Birkenstock, dann kann man davon ausgehen, dass das Interesse der CIA, diesen unbedeutenden Wichtel zu manipulieren gegen Null tendiert. Gleiches gilt für die reinen Textableser der Nachrichtensendungen. Hier findet der Eingriff bereits an der Stelle statt, die die Texte produziert: Redaktionen, Chefredakteure und Nachrichtenagenturen.

Sitzt aber ein Georg Mascolo bei Anne Will und schwadroniert von“Fassbomben” in Syrien, Offshore-Konten von “Putin-Vertrauten” oder dem Cousin Baschar al-Assads, dann sollte auch dem Unbedarftesten klar sein: hier sitzt kein Journalist, sondern ein bezahlter Propagandist und Agitator mit engsten Beziehungen zur CIA, anderen transatlantischen Organisationen und deutschen Geheimdiensten.

Obama selbst hat diese Macht der USA, die Meinung der Weltöffentlichkeit zu kontrollieren, in einer Rede vor seinen Soldaten gepriesen:

Our ability to shape world opinion
helped isolate Russia right away.

Barack Obama

Die SZ ist – genau wie FAZ, SPIEGEL, ZEIT, BILD, WELT und selbst die TAZ – ganz oben auf der Liste derjenigen deutschen Medien, die man von Seiten der USA in allen Fragen der Außen-, Wirtschafts- und Geopolitik kontrollieren möchte und faktisch kontrolliert. Dazu muss man sich nur den grotesk-“harmonischen” Chor der Lügen (dazu gehört das gezielte Verschweigen von Informationen) und Verzerrungen anschauen, den diese Medien tagtäglich aufführen.

Wenn also nun ausgerechnet die “Süddeutsche Zeitung”, eine Lizenzpresse der Besatzungsmächte, ein vermeintliches “Datenleck” zugespielt bekommt und diese Informationen in Zusammenarbeit mit den Staatssendern WDR und NDR unter der Federführung des CIA-Mannes Mascolo politisch ausschlachtet, statt objektiv auszuwerten, dann ist nicht weiter verwunderlich, dass ein russischer Präsident, dessen Name laut Mascolos eigenem Eingständnis nicht ein einziges Mal in diesen Unterlagen erwähnt wird, im Zentrum der Propaganda steht.

Die mit Zwangsgebühren finanzierte ARD stellt Vladimir Putin, der mit dieser westlichen Offshore-Firma also keinerlei Geschäftsbeziehungen hat, genauso in den Mittelpunkt wie die CIA-kontrollierte Süddeutsche Zeitung.

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Bild anklicken, ARD tagesschau!

Auf der Startseite des extra eingerichteten Dossiers der SZ, erscheint Vladimir Putin gleich mehrfach im Zentrum einer Agitation, die wohl nur noch ganz besonders einfältige Zeitgenossen für Journalismus halten.

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panamapapers.sueddeutsche.de

Nochmal: Der Name Putins taucht in den Terabyte an Daten gar nicht auf. Es geht hier also ganz offensichtlich nicht um eine Information der Bevölkerung, sondern um lupenreine Propganda im Sinne … na, wessen wohl?

Auch in der ARD tagesschau und in der dem Thema gewidmeten Talkshow von “Anne Will” wurde der russische Präsident aus Gründen transatlantischer Hetze und Dämonisierung geradezu exzessiv ins Zentrum eines Geldwäsche-Leaks gezerrt, mit dem er überhaupt nichts zu tun hat.

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Bild anklicken. ARD-Mediathek!

Julia Stein: “Vertraute des russischen Präsidenten Putin sollen zwei Milliarden Dollar durch Briefkastenfirmen geschleust haben. Einer von ihnen Sergey Roldugin, der Patenonkel von Putins Tochter (sic!). Ein guter Freund, ein Musiker. In den Daten entpuppt er sich als reicher Mann und gibt sein Vermögen mit 30 Millionen Dollar an. Zeitweise ist er Besitzer zweier Briefkastenfirmen. Weder Roldugin, noch Putin antworten auf Anfragen.”

Als ob der russische Präsident einer lächerlichen ARD-Propagandapraktikantin zur Rechenschaft darüber verpflichtet wäre, was der Patenonkel seiner Tochter mit seinem Geld macht! Grotesk, aber nicht zu blöd für Gniffkes antirussische Agitation.

Der vom Westen installierte Oligarch Poroschenko hingegen – laut westlicher Propaganda u.a. angetreten, um die grassierende Korruption in der Ukraine zu bekämpfen – wird nur pflichtschuldig nebenbei erwähnt, obwohl sein eigener Name (nicht der des Schwippschwagers eines Freundes seiner Cousine) genauso wie die Namen vieler weiterer ukrainischer Politiker tatsächlich in den Daten auftaucht. Natürlich hat man in Kiew nicht um eine Stellungnahme gebeten – oder verschweigt es lieber. Wundert das noch jemanden?

Weiter ausgewalzt wurde diese gezielte Propaganda dann später bei Anne Will. Erneut steht der russische Präsident im Zentrum der Meinungsmache. Hier ist dann auch CIA-Mann Georg Mascolo zu Gast, der die Papiere in leitender Position des GEZ-finazierten “Rechercheverbundes” von NDR, WDR und SZ ausgewertet und im Sinne der westlichen Propaganda frisiert hat.

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Mascolo: “Sie finden die Geschäfte von einem Cousin von Baschar al-Assad, also Diktatoren, Sanktionsbrecher finden sich sehr häufig in diesen Unterlagen. Wir finden den Namen einer Firma, die wiederum bei Mossack Fonseca ihre Briefkastenfrimen hatte, die im Verdacht steht, Treibstoff für die syrische Luftwaffe geliefert zu haben. Die Luftwaffe, dieFassbomben auf die eigene Bevölkerung abwirft. Also man sieht, diese Briefkastenfirmen sind auch für schwer und schwerstkriminelle Geschäfte[seriöse Menschen nennen es den Kampf gegen al-Nusra und IS-Terroristen] gut.”

Bemerkenswerterweise thematisiert Anne Will selbst die Tatsache, dass Putin im Zentrum der Berichterstattung steht, obwohl sein Name in den Papieren gar nicht auftaucht und die eingeladene Anwältin für Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, Simone Kämpfer, kritisiert genau diesen Umstand, denn es handele sich um “Vorverurteilungen” von denen die Betroffenen sich niemals erholen würden, selbst wenn später nachgewiesen würde, dass die Unterstellungen haltlos waren.

Auf diese Weise steht Putin also erneut im Zentrum der Aufmerksamkeit und Mascolo gerät kurzzeitig in einen Rechtfertigungszwang, der ihm offensichtlich unangenehm ist.

Im Hintergrund großflächig auf Leinwand: Der russische Dämon – hat zwar keinerlei Beziehungen zu Mossack Fonseca, aber das spielt keine Rolle, denn es geht um Propaganda.

Anne Will: “Das ist ja dann durchaus mit ’nem gewollten Spin gemacht, dass man sagt, das sind Vertraute des ehemaligen Präsidenten Putin, oder?”

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YouTube! – Man beachte die verräterische Mimik des Ertappten!

Mascolo: “Also, Frau Kämpfer hat ja zunächst mal recht, wenn sie sagt, Vorverurteilung gehört sich nicht. Absolut! Auf der anderen Seite würde ich Sie auch bitten, dass Sie ihr Urteil über die Berichterstattung dann fällen, wenn Sie sie gelesen haben. Ähm. An dieser Geschichte ist mehr als ein Jahr gearbeitet worden. So, und was sagt diese Geschichte? Diese Geschichte sagt nicht: “Das ist das Geld von Vladimir Putin!”. Es sagt auch nicht, dass Vladimir Putin in den Unterlagen von Mossack Fonseca auftaucht. Was diese Geschichte erzählt ist, dass auf eine – wie ich finde – sehr schwer zu erklärende Art und Weise, Jugendfreunde von Vladimir Putin, Freunde aus seiner Petersburger Zeit, sein engstes persönliches Umfeld, sich in diesen Briefkastenfirmen wiederfindet. Darunter jemand, der gemeinhin als der engste Freund von Vladimir Putin gilt und Taufpate seiner ersten Tochter ist…”

Nun dürfte das “Umfeld” und der Freundeskreis von Vladimir Putin hundertfach größer sein, als die Zahl derjenigen, die Gelder – aus welchen Gründen auch immer – auf Offshore-Konten geparkt haben. Aber Mascolo erzeugt ganz gezielt den gegenteiligen Eindruck: Das Umfeld von Putin ist in dubiose oder gar kriminelle Machenschaften verstrickt. Punkt. Und genau das ist es, was beim Zuschauer hängenbleiben und den russischen Präsidenten – und mit ihm Russland – weiter dämonisieren soll.

In den anschließenden tagesthemen wiederholt sich die Propaganda. Der in den “Panama Papers” erwähnt Poroschenko wird nur am Rande erwähnt, ausführliche Hetze hingegen gegen einen russischen Präsidenten, der keinerlei nachweisbare Geschäftsbeziehungen zu Mossack Fonseca hat.

Dass hier ganz gezielt gegen Russland und Syrien gehetzt, ein unbedeutender isländischer Premier geopfert und hochrangige westliche Politiker und Eliten geschont werden, zeigen unter anderem Informationen von wikileaks, nach denen beispielsweise der Vater des britischen Premier Cameron mit Mossack Fonseca gearbeitet hat.

Wer sich jetzt noch wundert, dass Camerons Vater kein Thema für die ARD ist, während “Jugendfreunde” des russischen Präsidenten im Zentrum der Agitation stehen, dem ist nicht zu helfen. Es geht in solchen Fällen immer darum, den Spin gleich zu Beginn zu setzen, damit die Propaganda im Kopf verfängt. All das, was dann später nachgereicht wird, geht im Schatten des Ersteindrucks weitestgehend unter. Der typische BILD-Leser und ARD- oder ZDF-Zuschauer, der ernsthaft glaubt, er würde in diesen transatlantischen Propagandamedien seriös informiert, wird an der Nase herumgeführt, wie ein Äffchen im Zirkus.

“Hinter der Fichte” kann man heute nachlesen, dass der “Guardian” gar keinen Hehl daraus macht, dass er nur Informationen veröffentlichen wird, die ihm ins propagandistische Konzept passen.

Der Guardian liefert gleich die amüsante Bestätigung (keine Begründung) für seinen selektiven einseitigen „Journalismus“: „Während vieles des geleakten Materials vertraulich bleiben muss, gibt es zwingende Gründe für die Veröffentlichung einiger Daten. Die Dokumente enthüllen einen großen Umfang an unsichtbaren Aktivitäten.“
Der Artikel auf Guardian ist natürlich mit einem einzigen Foto garniert – von Putin.

Und die Nachdenkseiten formulieren treffend:

“Die Massenmedien beschützen die westlichen Eliten vor den Panama Papers”

Was in den transatlantisch gleichgeschalteten Mainstreammedien dargeboten wird, ist also wieder einmal lupenreine Propaganda und hat mit seriösem Journalismus nichts zu tun. Die große Masse der Firmen und Klienten von Mossack Fonseca sitzt in der westlichen Welt. Mehr als 3000 in den USA und mehr als 9000 in Großbritannien.

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Es bleibt zu hoffen, dass durch wikileaks oder möglicherweise andere Quellen weiteres Material ans Tageslicht kommt, das einen ausgewogeneren Gesamteindruck vermittelt, über den sich dann zumindest diejenigen informieren können, die sich von den Mainstreammedien nicht mehr für dumm verkaufen lassen.

Quelle

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