65.000 Japaner haben auf Okinawa gegen die US-Truppen auf ihrer Insel demonstriert

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Protestierende in Okinawa © KYODO Kyodo/Reuters
Die Vergewaltigung und Ermordung einer Japanerin reißt alte Wunden auf: Die Menschen auf Okinawa beschuldigen US-Soldaten, für mehr Kriminalität verantwortlich zu sein.

Zehntausende Japaner haben auf Okinawa gegen die US-Truppen auf ihrer Insel demonstriert. Sie forderten eine Neuverhandlung der amerikanisch-japanischen Sicherheitsvereinbarung. Diese legt fest, dass die meisten US-Soldaten in Japan auf Okinawa stationiert sind.

Auslöser für die Proteste war die Vergewaltigung und Ermordung einer 20-jährigen Japanerin. Ein US-Unternehmer und ehemaliger Marineinfanterist wurde im Zusammenhang mit dem Verbrechen inhaftiert, bisher aber nicht formell der Tat beschuldigt. Viele Demonstranten trugen schwarze Kleidung als Zeichen der Trauer um die Frau.

Die Spannungen auf Okinawa gibt es seit vielen Jahren, insbesondere nach der Vergewaltigung eines Mädchens durch drei US-Soldaten vor 21 Jahren. Die Bevölkerung Okinawas macht die US-Truppenpräsenz für mehr Kriminalität verantwortlich. Deshalb ist auch die Verlegung des US-Stützpunktes in einen weniger besiedelten Teil der Insel geplant. Auch diese Pläne sind aber umstritten.

Die Leiche der in diesem Jahr vergewaltigten und ermordeten Frau wurde im Mai gefunden. Der Fall ist noch nicht aufgeklärt, aber auch der Gouverneur Okinawas, Takeshi Onaga, ließ auf der Kundgebung keinen Zweifel, dass er den oder die Täter beim US-Militär vermutet. „Wir haben versprochen, dass sich ein solcher Fall nicht wiederholt“, sagte er in Bezug auf die Vergewaltigung von 1995. „Ich konnte das politische System nicht ändern, um das zu verhindern. Das ist mein größtes Bedauern als Politiker und Gouverneur von Okinawa.“

Ministerpräsident Shinzo Abe steht hinter dem Sicherheitsabkommen mit den USA, das Japan eine größere militärische Rolle in der Region zuweist. Doch die Vorbehalte gegen die US-Truppen untergraben zumindest auf Okinawa die Unterstützung für Abes Sicherheitspolitik.

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Quellen: Zeit und Blitz

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1 Antwort

  1. Martin sagt:

    Die Amis sind und bleiben „Mörder, Vergewaltiger, Kriegstreiber und Diebe“, und dieses Mörderische Volk hält sich für den Staat der Welt, dabei sind es nur Völkermörder !

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