Wegen dieser Erklärung entzog man Muhammad Ali den Weltmeister-Titel

Muhammad_Ali_1967

Muhamed Ali (Cassius Marcellus Clay Jr) war ein großer Sportler. Er war der einzige, der den Titel Unumstrittener Boxweltmeister dreimal in seiner Karriere gewinnen konnte. Er gehörte zu den bedeutendsten Schwergewichtsboxern und herausragendsten Athleten des 20. Jahrhunderts und wurde 1999 vom Internationalen Olympischen Komitee zum „Sportler des Jahrhunderts“ gewählt.

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere wurde  er zum Militär eingezogen um in Vietnam zu kämpfen. Er weigerte sich und  verbrannte die Einberufung.  Er gab eine viel beachtete Erklärung ab. Darauf  entzog man ihm den Weltmeister-Titel.

„Ihr wollt mich ins Gefängnis stecken? Nur zu, wir sind seit 400 Jahren Gefangene. Ich verbringe dort gerne noch weitere 4 oder 5 Jahre, aber ich fliege keine 10.000 Meilen um Mördern beim Umbringen von armen Leuten zu helfen. Wenn ich sterben will, sterbe ich genau hier, im Kampf gegen euch! Ihr seid nicht meine Feinde, nicht die Chinesen, nicht der Vietcong, nicht die Japaner. Ihr seid jedoch meine Gegner, wenn ich Frieden und Freiheit will. Ihr seid auch mein Feind, wenn ich Gerechtigkeit und Gleichberechtigung will. Und ich soll für euch kämpfen? Ihr tretet nicht mal für meine Rechte hier in Amerika ein, verlangt aber, dass ich für euch kämpfe? Nein!“

Im April 1967 wurde Ali der Titel aberkannt, nachdem er sich geweigert hatte, den Wehrdienst anzutreten. Als ausschlaggebend für seine Entscheidung nannte er zum einen seinen Glauben, sprach aber zum anderen auch die Frage der fehlenden Gleichberechtigung der Afroamerikaner an („Nein, ich werde nicht 10.000 Meilen von zu Hause entfernt helfen, eine andere arme Nation zu ermorden und niederzubrennen, nur um die Vorherrschaft weißer Sklavenherren über die dunkleren Völker der Welt sichern zu helfen.“).

Mit dem bekannten Zitat „Kein Vietcong nannte mich jemals Nigger“ nahm er eine Redewendung des Studentenführers und Bürgerrechtlers Stokely Carmichael auf. Ali wurde wegen Wehrdienstverweigerung zu fünf Jahren Gefängnis und 10.000 US-Dollar Strafe verurteilt, blieb aber gegen Kaution auf freiem Fuß. 1970 wurde die Sperre aufgehoben, bis dahin erhielt er keine Boxlizenz. Sein Reisepass wurde eingezogen und er musste drei Jahre inaktiv bleiben.

In dieser Zeit trat er viel im Fernsehen auf und äußerte sich dort zu gesellschaftspolitischen Fragen. Finanzielle Probleme konnte er dank der Gagen für Fernsehauftritte und Reden in Universitäten und anderen öffentlichen Einrichtungen überbrücken.

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Quellen: Wikipedia und Günter Ackermann

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1 Antwort

  1. Lynn sagt:

    Alle Achtung vor Dir, Muhammad Ali! Du hattest in jedem einzelnen Deiner erfolgreichen Boxerfinger mehr Charisma und Courage, als es eine unterwürfige, zutiefst verachtenswerte VasallenreGIERung mitsamt ihren korrupten Handlangern je haben könnte!

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