Saudi-Arabien bot Mark Zuckerberg $ 250 Mrd an, um Facebook zu kaufen. Das Ziel: Pro-Demokratie-Proteste zu zensieren

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Prinz Mohammad Bin Salman und Mark Zuckerberg (AFP)

23. Juni 2016 (Riad, Saudi-Arabien) – Laut al-Okaz -a, eine tägliche Zeitung in Saudi-Arabien, bot der saudische Prinz Mohammad Bin Salman ( der jüngste Verteidigungsminister in der Welt) Mark Zuckerberg 250 Mrd.$ an, um Facebook zu kaufen. Das Angebot war mehr als doppelt höher als der reale Wert von dem größten sozialen Netzwerk in der Welt. Marktanalysten glauben, dass Saudi-Arabiens Hauptziel sei, die steigende Flut von Pro-Demokratie-Demonstrationen in dem ölreichen Königreich zu ersticken.

„Seine Königliche Hoheit Prinz Mohammad Bin Salman traf sich am Mittwoch mit dem Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in Washington, DC.“ – berichtete die Saudi Press Agency (SPA)

In der Zwischenzeit äußerte Morgan Stanley Inc die Bereitschaft, dem Saudi-Regime zu unterstützen, um ein sofortiges Ende der steigenden pro-Demokratie-Proteste zu setzen. Das Investment Unternehmen Morgan Stanley kaufte im März Facebbok-Aktien im Wert von 11,5 Mrd. $.

Der ägyptische Cyberheld von damals, der Google-Manager Wael Ghonim, dessen Facebook-Seite den Aufstand gegen Hosni Mubarak auslöste, kämpft heute vor Gericht gegen seine Ausbürgerung wegen Staatsfeindlichkeit. „Ich war bei der Januar-Revolution dabei“, heißt das trotzige Twitter-Bekenntnis, mit dem sich dieser Tage Zehntausende junger Ägypter gegen Resignation und Verzweiflung stemmen.

„Trotz der Monster – ich habe das Utopia auf dem Tahrir-Platz miterlebt, ich werde das niemals vergessen“, schreibt einer. „Seid stolz darauf, an dem ägyptischen Traum beteiligt gewesen zu sein“, twittert ein anderer. Denn viel ist nicht mehr übrig von der Hoffnung auf ein freieres, sozialeres und gerechteres Ägypten.  – Das Gleiche passiert jetzt in Saudi-Arabien.

„Das saudische Angebot nennt man reine Wall Street Gordon Gekko Taktik – $ 250 Milliarden um Facebook zu kaufen. Das ist fast drei Mal mehr als der reale Wert des sozialen NetzwerkesIn einem persönlichen Gespräch zwischen Mark Zuckerberg und Prinz Mohammad Bin Salman, versprach Zuckerberg angeblich, dass er alle saudi-kritische Seiten auf Facebook zensieren würde „, sagte Wael Ghonim für die Middle East News Agency (MENA).

Quellen: AWD und Zeit

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