Die Glaubwürdigkeit der westlichen Medien befindet sich im freien Fall

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Die letzte Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Gallup besagt, dass nur 32% der Amerikaner glauben, dass die Print- und TV-Medien die Wahrheit sagen. Bei Republikanern, bei der Altersgruppe zwischen 18 und 49 und bei Unabhängigen ist das Vertrauen in die Medien noch geringer: 14%, 26% und 30%.

Die einzige Gruppe, in der das Vertrauen in die Medien noch eine Mehrheit hat, ist die der Demokraten mit einer Vertrauensquote von 51% in die Print- und TV-Medien. Die nächst höhere Vertrauensquote besitzen die über 50 Jährigen mit 38 Prozent.

Die Schlussfolgerung lautet: Alte Leute, die die Demokraten wählen, sind die letzte verbliebene Gruppe, die den Medien noch etwas vertraut. Dieses irrtümliche Vertrauen basiert auf ihrer Sozialisation (Enkulturation). Denn ältere Demokraten glauben so an die Regierung wie Republikaner an das evangelikale Christentum glauben. Ältere Demokraten glauben fest daran, dass die Regierung unter Führung von Präsident Franklin D. Roosevelt Amerika vor der Großen Depression gerettet hat. Da die Print- und TV-Medien im 21. Jahrhundert stramm mit der Regierung verbündet sind, beeinflusst das Vertrauen in die Regierung auch das Vertrauen in jene Medien, die der Regierung dienen. Da jene Generation aus Demokraten ausstirbt, die mit diesem Mythos aufgewachsen ist, werden die Vertrauensquoten der Demokraten auf das Niveau der Republikaner schrumpfen.

Es ist unschwer zu erkennen, warum das Vertrauen in die Medien zusammengebrochen ist. Das korrupte Clinton-Regime, vor dessen Neuauflage wir möglicherweise stehen, hat zugelassen, dass 90% der leidlich unterschiedlichen und unabhängigen Medien von sechs Megakonzernen aufgekauft wurden. Das Ergebnis war das Verschwinden von unabhängigen Berichten und Meinungen.

Die Einschränkungen der journalistischen Freiheit durch die Konzernbesitzer und die Gier nach Profit haben die Berichterstattung auf das Wiederkäuen von Pressemitteilungen der Regierungen und der Konzerne reduziert. Das ist immer noch der billigste und unstrittigste Weg um zu berichten.

Nachdem journalistische Familien durch die Grundsteuern aus dem Journalismus vertrieben waren, wurden die paar verbliebenen Zeitungen zu Anschaffungen wie einer Trophäenfrau oder einem Ferrari mit Sammlerwert. Jeff Bezos, der CEO und Gründer von amazon.com hat $250 Mio. bar für die Washington Post hingeblättert. Jeff ist vielleicht ein Guru beim e-commerce, aber wenn es um Journalismus geht, dann könnte sein Name auch Jeff Bozo lauten. [Bozo=Trottel, Clown]

Am 12. September hat die Washington Post-Reporterin Cindy Boren das Niveau der Washington Post unter das der Supermarktzeitung National Enquirer gedrückt. Man fragt sich, wo ihr Chefredakteur war, besoffen vielleicht? Die WaPo hat doch tatsächlich berichtet, dass ein nigerianischer Arzt, Bennet Omalu, „dessen Referenzen und Zuverlässigkeit gut bekannt sind“, zu dem Schluss kam, dass Hillary Clintons offensichtliche gesundheitliche Probleme von einer Vergiftung durch eine Putin-Trump-Verschwörung stammen könnte.

Man könnte sogar zu dem Schluss kommen, dass Cindy Boren und ihr WaPo-Redakteur sich eine Scherz mit Omalu erlauben. Außer dass der Artikel wiederholt die unbegründete Anschuldigung enthält, dass Indizienbeweise einer britischen Untersuchungskommission Putin mit dem Vergiftungstod von Litwinenko in Verbindung bringen.

In anderen Worten: Zuerst Litwinenko, jetzt Hillary.

Wenn Indizienbeweise jetzt bei der Washington Post zur Richtschnur werden, dann gibt es eindeutig einen Beweis, dass die Neokonservativen – schön versteckt in hohen Regierungsämtern und verzweifelt auf der Suche nach einem neuen Pearl Harbor, um ihre Hegemonialkriege im Nahen Osten anzufangen – für 9/11 verantwortlich sind.

Die Washington Post hat doch einen Vollzeit-Redakteur, dessen Aufgabe es ist Verschwörungstheorien zu verunglimpfen. Und gleichzeitig verbreitet die Washington Post selbst die Verschwörungstheorie des Jahrhunderts:

„Putin-Trump-Verschwörung vergiftet die demokratische US Präsidentschaftskandidatin“

Wenn Intelligenz – oder vielleicht nur ausreichend Zeit im Leben der Amerikaner – vorhanden wäre, um die Nachrichten zu hinterfragen, dann würden sie vielleicht darüber nachdenken, was am Ende dabei herauskommen wird, wenn sie von Washington in einen Konflikt mit Russland und China getrieben werden.

Ganz sicher kein siegreicher Krieg, denn wir werden dann alle tot sein.


Paul Craig Roberts (* 3. April 1939) ist ein US-amerikanischer Ökonom und Publizist. Er war stellvertretender Finanzminister während der Regierung Reagan und ist als Mitbegründer des wirtschaftspolitischen Programms der Regierung Reagans („Reaganomics“) bekannt.[1] Er war Mitherausgeber und Kolumnist des Wall Street Journal, Kolumnist von Business Week und dem Scripps Howard News Service. Er wurde bei 30 Anlässen über Themen der Wirtschaftspolitik im Kongress um seine Expertise gebeten.

Quelle: Paul Craig Roberts

Übersetzung: FritztheCat (Propagandaschau)

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2 Antworten

  1. Volker Goebel sagt:

    Ist in Deutschland genau so…..das die Presse pro Regierung (Regime) ist.

  2. Genau das sage ich ja schon immer !

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