„Deutschland ist das nächste Ziel“ – Geheimdienst-Experte über „Kompromat“ und Desinfomations-Kampagnen

Dass sich Donald Trumps Anwalt gerade in Prag mit Kreml-Leuten getroffen haben soll, sollte eigentlich niemanden wundern. „Prag ist eine bekannnte Zentrale russischer Geheimdienst-Aktivitäten“, sagt Jakub Janda – er sollte es wissen: Janda leitet in Prag beim Think Tank European Values den Bereich Kremlin Watch – er setzt sich mit Moskaus Einfluss auf Europa auseinander.

„Von hier aus werden einige europäische Operationen geplant“, sagt Janda. Was nach Agenten-Thriller klingt, hat tatsächlich viel damit gemein: „Moskau tarnt seine Agenten gern als Botschaftsmitarbeiter. Vermutet wird, dass ein Drittel des Botschaftspersonals in europäischen Staaten Geheimdiensten angehören“, sagt er. „In Prag ist das, denke ich, nicht anders.“

Kompromat-Sammeln – eine alte Taktik
Zumindest 40 Personen wären das, rechnet er vor. Ihre Aufgaben? Ministerien und Geheimdienste unterwandern etwa, sagt Janda – in Polen und den Niederlanden sind derartige Fälle bereits bekannt geworden . Zudem seien sie damit beschäftigt, „Kompromat“, also kompromittierendes Material zu sammeln: „Das ist eine Praxis, die seit Ewigkeiten existiert“, sagt er. Nicht nur über Trump könnten also belastende Akten existieren, sondern auch über andere Politiker, deren Funktion Einfluss auf das Ansehen Moskaus haben. In Russland wird diese Taktik gerne bei Oppositionellen angewendet; Sexvideos und abgehörte Gespräche dienen zur Diffamierung und Erpressung. Zuletzt konnte man dies beim Fall des Oppositionellen Michail Kasjanow beobachten: Videos, die ihn im Bett mit einer Kollegin zeigten, wurden just vor den Wahlen gezeigt – von einem Kreml-nahen Sender.

Foto: /Think Tamk European Values… Jakub Janda beobachtet in Prag die Aktivitäten des Kreml

Im Ausland sei man mit solchen Methoden da eigentlich zurückhaltender. Darum, sagt Janda, sei er bei der Einschätzung der Trump-Akte auch sehr vorsichtig. Dass Russland in Hacker-Aktivitäten gegen die USA verstrickt waren, erscheint ihm hingegen durchaus logisch. „Hackerangriffe samt anschließender Veröffentlichung belastenden Materials gehören zum Repertoire der russischen Geheimdienste“, sagt er – neben Desinformationskampagnen, wie man sie auch in Deutschland kennt. Der „Fall Lisa“ im vergangenen Jahr ist noch in guter Erinnerung: Da wurde vor allem in den sozialen Medien gestreut, dass ein junges russlanddeutsches Mädchen von Asylwerbern vergewaltigt wurde – eine Erfindung, wie sich später herausstellte.

Merkel als Ziel
Im Wahljahr 2017 wird Deutschland solche Angriffe besonders zu spüren bekommen, sagt Janda. Denn unterstützt werde nur, wer für Russland Politik mache: In Frankreich habe der Kreml seine Unterstützung für den Front National bereits minimiert, seit mit François Fillon ein Putin-Freund im Rennen sei; in Berlin sei deshalb „Angela Merkel das nächste Ziel.“ Sie sei eine der letzten europäischen Politikerinnen, die sich offen in Opposition zu Putin stelle. Darum hat man auch enge Bande zur AfD geknüpft: Zieht sie in den Bundestag ein, wird eine Große Koalition wahrscheinlich – und in der SPD ist man traditionell russophiler.

Ob Putin von all diesem Machenschaften weiß? „Ich würde sagen, er weiß nicht alles“, sagt Janda – vor allem deshalb, weil die russischen Geheimdienste untereinander verfeindet seien und gegeneinander um die Gunst Putins kämpften. „Aber über die wichtigsten Aktionen weiß er ziemlich sicher Bescheid.“ Das müsse schließlich auch sein, falls etwas schief gehe.

Quelle: Kurrier

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