Cover Story – Desinformation, Tarnung und „Limited Hangout“

Cover Story“ ist im Englischen zweideutig. Zum einen ist es die Titelgeschichte, die Geschichte auf dem Cover. Zum anderen ist es die Tarnung, Zum Beispiel die eines Agenten, um seine wahren Motive zu verbergen. Siehe Desinformation, Tarnung und „Limited Hangout“. Letzteres ist Spionage-Jargon, wenn ein Agent kurz davor steht enttarnt zu werden, dann gibt er bestimmte Sachen zu – manchmal sogar freiwillig – damit die wichtigen Sachen eines Falles geschützt bleiben. Die Öffentlichkeit ist jedoch für gewöhnlich so von den neuen Informationen abgelenkt, dass sie die ganze Sache nicht weiter verfolgt.

Vor Jahren hat mich James Jesus Angleton auf den Gedanken gebracht, dass jedes Mal, wenn ein Geheimdienst wie die CIA eine Ermordung, eine Bombardierung oder ein anderes Ereignis durchzieht mit dem sich die Agentur nicht in Verbindung bringen lassen will, die Agentur die Medien benutzt um die Erklärung zu kontrollieren, indem sie schnell eine Cover Story einsetzen, die zusammen mit anderen schon im Voraus vorbereitet wurden. Ich denke dass die neue Story „die Saudis haben 9/11 veranstaltet“ eingesetzt wurde, um die Stelle der ausgelutschten und ramponierten ersten Cover Story zu ersetzen.

http://www.paulcraigroberts.org/2016/07/20/is-the-saudi-911-story-part-of-the-deception-paul-craig-roberts/

Als die Oswald Cover Story zu stinken begann, da erschienen in den Medien andere Cover Storys. Eine war, dass die Mafia JFK getötet hätte, weil er sich mit ihren Gangsterbräuten vergnügte.

(http://www.paulcraigroberts.org/2017/05/24/jfk-100-paul-craig-roberts/)

Die Tatsache dass das keinen Sinn macht, hat wenige davon abgehalten das zu glauben. Für Leute, die mehr ahnungslos als gedankenvoll sind, kam es nicht in den Sinn, dass sich ein Gangster einfach eine andere Braut zulegt und nicht das Risiko auf sich nimmt, den US-Präsidenten wegen einer Frau zu erledigen. Was die Mafia am allerwenigsten wollte, dass der Generalbundesanwalt Robert Kennedy das Gesetz wie mit einem Hammer über die Mafia kommen lässt.

Eine andere Cover Story lautet: Castro war’s. Das macht sogar noch weniger Sinn. JFK hat den Plan der Vereinigten Stabschefs/CIA zur Invasion Kubas vereitelt und er hat sich geweigert, der CIA-Invasion in der Schweinebucht Luftunterstützung zu gewähren. JFK war mit Sicherheit nicht auf Castros Todesliste.

Eine weitere Cover Story war, dass Lyndon Johnson hinter der Ermordung Kennedys steckt. Wie ich schon schrieb: es gibt keinen Zweifel, dass LBJ die Verschwörung der Vereinigten Stabschefs/CIA/Secret Service gegen JFK gedeckt hat, das hätte jeder Präsident getan, denn die Alternative wäre die Zerstörung des Vertrauens des amerikanischen Volks in das US-Militär und die Sicherheitsbehörden gewesen. Sogar der Vorsitzende Richter am Obersten Gericht hat die Verschwörung gedeckt, so wie die Warren-Kommission, die Medien und der Kongress.

Die „Johnson war’s“-Story ist die absurdeste von allen. Der Generalstab, die CIA, der Secret Service, der Oberste Richter, der Kongress und die Medien machen nicht bei der Ermordung eines Präsidenten mit, nur um die Ambitionen eines Vizepräsidenten zu befriedigen. Der Gedanke, dass so starke Institutionen einem Vize erlauben würden, einen Präsidenten zu ermorden, aus keinem anderen Grund als den persönlichen Ambitionen des Vizepräsidenten, das ist jenseits der Absurdität.

Weil wir gerade bei Cover Storys sind: Ich frage mich, ob wir so etwas gerade mit den geleakten Informationen an die New York Times über das Manchester Bombing erleben. Der einzige Grund für den Leak ist es, die Story zu platzieren. Die britischen Beschwerden über die geleakten Informationen dienen zur Tarnung der Zwecke des Leaks.

Bringt man eine Story früh in Umlauf, dann verdrängt das andere Erklärungen. Vergesst nicht: Die Regierung behauptete, sie hätte keine Warnungen zu 9/11 gehabt, aber sie wusste sofort wer dafür verantwortlich ist und zirkulierte diese Story. Das Gleiche gilt für die Ereignisse in Paris, in Nizza, das Boston Marathon Bombíng und ich glaube auch alle anderen. (Anm.d.Ü.: Breitscheidplatz, Brüssel, Times Square und Manchester)

Die Behörden kommen schnell mit einer Story und den Namen der Verantwortlichen daher. Die angeblichen Täter oder Sündenböcke/Einfaltspinsel, sucht es euch aus, sind immer tot und können so nicht bestreiten dass sie es waren, oder sagen wer sie angeleitet hat. Die einzige Ausnahme, die mir einfällt ist, ist der jüngere Bruder (der Tsarnaevs) der mit dem Boston Marathon Bombing in Verbindung gebracht wurde. Trotz zweier Versuche der Polizei, ihn zu töten, hat er leider überlebt, aber seitdem hört und sieht man nichts von ihm. Bei dem inszenierten Verfahren hat sein Pflichtverteidigerin für ihn gestanden und die Jury hat aufgrund ihres Geständnisses abgeurteilt.

,Denkt daran, Oswald wurde von Jack Ruby erschossen, bevor er von der Polizei befragt werden konnte. Es gibt keine Erklärung dafür, warum ein bewaffneter Privatbürger mit Oswald in dem Gefängnis sein konnte und ihn aus nächster Nähe erschießen konnte. Ganz klar, Oswald sollte seine Story nicht erzählen können. Und seitdem kein weiterer Sündenbock/Einfaltspinsel.

Quelle: Paul Craig Roberts      Übersetzung: Fritz the Cat

Bild Quelle: BildDung

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